Informationen zur Schmerztherapie mit Akupunktur von Frau Dr. Ohl-Bertram

KI-generiert

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1. Was versteht man unter Akupunktur?
- Akupunktur ist ein Teil der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM), neben der chinesischen Arzneimedizin und der chinesischen Krankengymnastik (Oi Gon, Tuina etc.)
2. Wozu wird Akupunktur angewendet?
- Im asiatischen Raum wird Akupunktur als Teil der TCM für internistische Erkrankungen und schmerztherapeutisch eingesetzt.
In Europa hat sich vor allem der Einsatz als Schmerztherapie bewährt. Dabei werden Akupunkturnadeln auf bestimmten Leitbahnen (Meridianen) gesetzt, um den Energiefluß des Körpers zu harmonisieren, lat. TCM, europäisch ausgedrückt: Durch einen Nadelreiz wird an bestimmten Stellen des Körpers (je nach Schmerzlokalisation, Schmerzstärke und Vorgeschichte des Patienten) ein Reiz gesetzt, der durchblutungssteigernd, abschwellend und muskelentspannend wirkt.
Er wirkt auch noch nach der Akupunktursitzung, die zwischen 20–45 Minuten dauern kann, nach und beeinflusst nachhaltig das Schmerzempfinden. So wird der Schmerz deutlich gelindert, im besten Fall völlig beseitigt.
3. Welche Nebenwirkungen hat Akupunktur?
- Es kann bei Überstimulation zu einem gegenteiligen Effekt kommen: Verschlechterung der Beschwerden für 2 Stunden nach der Behandlung, im schlimmsten Fall zu einem Nadelkollaps (kurzzeitig Schwindel und Ohnmachtsgefühle). Deswegen sollten Patienten noch ca. 10 Minuten in der Praxis nach der Akupunktur bleiben.
Für den Tag keine schweren körperlichen Belastungen.
- Es kann an der Einstichstelle zu kleinen Nachblutungen kommen, falls die Nadel zu tief gesetzt worden ist, kann es zu Verletzungen, der darunterliegenden Organe kommen.
Diese Nebenwirkungen sind äußerst selten. Als Ärztin, die seit über 30 Jahren Akupunktur anwendet, habe ich schwerwiegende Nebenwirkungen nicht erlebt.
Wichtig ist die Qualifikation des anwendenden Arztes. Ich habe die Qualifikation „Meister der Akupunktur der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) und besitze die Zusatzbezeichnung Akupunktur.
4. Warum bezahlt die Krankenkasse die Akupunktur?
- Chronische LWS-Beschwerden und chronische Knieschmerzen, die länger als 6 Monate bestehen und mindestens 6 Monate mit den üblichen, konservativen und/oder operativen Maßnahmen behandelt wurden ohne deutlichen schmerzlindernden Effekt könne mit Akupunktur auf Kosten der Krankenkasse behandelt werden.
5. Wirkt die Akupunktur auch bei anderen Schmerzerkrankungen?
- Ja, aber dann übernimmt die Krankenkasse nicht die Kosten, der Patient/die Patientin muss die Akupunktur gemäß der Gebührenordnung für Ärzte selbst bezahlen.
- Folgende Schmerzerkrankungen sprechen erfahrungsgemäß gut an:
- Migräne, Spannungskopfschmerzen etc.
- Tennisellenbogen, Schulterschmerzen
- HWS-Schmerzen
- Schmerzen bei Polyneuropathien
- Schmerzen bei Endometriose, Schmerzen unter Antihormontherapie nach Mammacarcinom
Wichtig: Jede Behandlung mit Akupunktur sollte auch in ein gesamtes Behandlungskonzept eingebettet sein.
Gerne stehe ich für ein Behandlungsgespräch zur Verfügung.
Bitte bringen Sie medizinisch relevante Unterlage mit: zum Beispiel Medikationspläne, Facharzt und/oder Hausarztberichte, OP- Berichte etc.