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Dr. med. Claudia Ohl-Bertram
Allgemeinmedizinerin — Schwerpunkt Schmerztherapie und Akupunktur
Medizinische Fragen gehörten für mich schon früh ganz selbstverständlich zum Alltag. Als Tochter eines Chefarztes der Gynäkologie in Westfalen wuchs ich in einer Familie auf, in der am Esstisch oft über Diagnosen, Therapien und die bestmögliche Behandlung von Patientinnen und Patienten gesprochen wurde. Wenn es möglich war, durfte ich meinen Vater sogar zu seinen sonntäglichen Chefarztvisiten begleiten. Schon als Kind konnte ich so erleben, dass Medizin weit mehr ist als reines Fachwissen — sie bedeutet immer auch Verantwortung, Erfahrung und einen aufmerksamen Blick für den einzelnen Menschen.
Ein späteres Praktikum auf den Stationen meines Vaters hat diesen Eindruck weiter vertieft.
Dort lernte ich den klinischen Alltag aus nächster Nähe kennen — Gespräche mit Patientinnen und Patienten, diagnostische Entscheidungen und therapeutische Überlegungen. In dieser Zeit wurde mir endgültig klar, dass ich selbst Ärztin werden wollte. Diese Entscheidung stand für mich bereits mit 16 Jahren fest.
Mein medizinischer Weg begann mit dem Studium der Humanmedizin an der Georg August Universität Göttingen. Nach meiner Approbation als Ärztin im Jahre 1986 promovierte ich im hämatologisch internistischen Bereich und schloss eine Dissertation 1987 mit summa cum laude ab. Aus diesem Grunde bin ich besonders qualifiziert für die Mitarbeit bei den Anwendungen der regenerativen Medizin. Dabei werden Blutplasmaspritzen in verschiedene Regionen des Bewegungsapparates gezielt gespritzt und die Wirkung der Bestandteile des Blutplasmas bestens genutzt.
Schon während meines Studiums interessierte mich nicht nur die einzelne Diagnose, sondern immer auch das gesamte Bild eines Patienten — körperliche Beschwerden, Lebenssituation und individuelle Belastungen. Für mich steht dabei die evidenzbasierte Medizin immer an erster Stelle. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass klassische medizinische Therapien in vielen Fällen sinnvoll durch ergänzende naturheilkundliche oder alternative Verfahren unterstützt werden können, wenn diese verantwortungsvoll und individuell eingesetzt werden.
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit wurde deshalb früh die medizinische Akupunktur, eine aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stammende Therapieform mit jahrtausendealter Tradition, die heute weltweit in der Schmerzmedizin eingesetzt wird.
Nach verschiedenen Weiterbildungen in der Allgemeinmedizin ließ ich mich 1994 als Hausärztin in Papenburg nieder. In der langjährigen Betreuung meiner Patientinnen und Patienten entwickelte sich mein besonderes Interesse an der Behandlung chronischer Schmerzen sowie an ganzheitlichen Behandlungsansätzen.
Seit 2007 führe ich die Zusatzbezeichnung Akupunktur und bin Mitglied der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur. Dort habe ich die Diplome A und B sowie den Titel „Meister der Akupunktur” erworben. Ergänzend verfüge ich über Weiterbildungen in spezieller Schmerztherapie und psychosomatischer Medizin, die in meine tägliche Arbeit mit Patientinnen und Patienten mit chronischen Beschwerden einfließen.
Bis zum 1. Januar 2026 war ich als niedergelassene Hausärztin mit schmerztherapeutischem Schwerpunkt tätig. Seit dem 1. April 2026 arbeite ich als angestellte Ärztin mit schmerztherapeutischem Schwerpunkt in der orthopädisch-schmerztherapeutischen Gemeinschaftspraxis Dr. Bertram / Botros. Dort behandle ich insbesondere Patientinnen und Patienten mit chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates und ergänze die orthopädische Therapie bei Bedarf durch schmerztherapeutische Verfahren wie die Akupunktur.
Gerade bei chronischen Schmerzen zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass eine kombinierte und individuell abgestimmte Behandlung wichtig ist. Viele Patientinnen und Patienten haben bereits einen längeren Leidensweg hinter sich. Deshalb ist es mir besonders wichtig, Beschwerden sorgfältig zu verstehen, gemeinsam passende Therapieansätze zu entwickeln und Patientinnen und Patienten auf diesem Weg verlässlich zu begleiten.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Akupunktur bei chronischen Lendenwirbelsäulenschmerzen, die länger als sechs Monate bestehen und ohne Erfolg konservativ behandelt wurden, sowie bei chronischen Knieschmerzen, die ebenfalls seit mindestens sechs Monaten ohne Erfolg konservativ behandelt wurden.
Darüber hinaus kann Akupunktur auch bei anderen chronischen Beschwerden eingesetzt werden, beispielsweise bei Migräne oder Spannungskopfschmerzen, Beschwerden der Halswirbelsäule, Schulter- und Nackenschmerzen, Schmerzen des Bewegungsapparates, Polyneuropathien oder Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen. Auch bei bestimmten gynäkologischen Beschwerden, etwa bei Endometriose oder bei Beschwerden unter Antihormontherapie bei Brustkrebspatientinnen, kann sie unterstützend eingesetzt werden.
Vor jeder Behandlung erfolgt eine ausführliche ärztliche Beratung sowie eine symptombezogene Untersuchung (GOA-Ziffern 1 und 5). Wenn eine Akupunkturbehandlung medizinisch sinnvoll erscheint und nicht unter die Kassenleistungen fällt, erfolgt die Behandlung als privatärztliche Leistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Behandlung wird pro Sitzung in der Regel zum 2,3‑fachen Satz abgerechnet.
Bei meiner neuen Tätigkeit in der orthopädisch-schmerztherapeutischen Gemeinschaftspraxis Dr. Bertram / Botros freue ich mich sehr auf die Zusammenarbeit im Team und darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen Patientinnen und Patienten mit chronischen Beschwerden aufmerksam und individuell zu begleiten.